Kunst für Kanzleien - Bailer Kunst

Kunst für Kanzleien

Warum gut gestaltete Räume hier besonders wichtig sind. Mit Einblicken aus dem Interview mit dem Münchener AnwaltVerein MAV.


von Sissy Tongendorff


Es gibt Kanzleien, Praxen oder Unternehmen, die man betritt und sofort merkt: Hier hat sich jemand Gedanken gemacht. Nicht luxuriös und nicht überinszeniert, sondern angenehm, klar und menschlich. Und dann gibt es Räume, die perfekt ausgestattet sind, aber trotzdem nichts auslösen.

Das Interessante ist: Oft liegt der Unterschied nicht an den Möbeln. Sondern an dem, was zwischen den funktionalen Dingen passiert. Licht, Materialien, Farben. Und manchmal eben Kunst.

Viele Unternehmen beschäftigen sich erst mit Kunst, wenn eigentlich schon alles fertig ist. Die Möbel stehen, die Technik funktioniert, die Wände sind gestrichen. Und trotzdem fehlt noch etwas. Der Raum wirkt korrekt, aber austauschbar.

Im Interview mit den MAV-Mitteilungen beschreibt Donat Bailer genau diesen Punkt sehr klar:

Räume wirken immer – ob bewusst gestaltet oder zufällig entstanden

Das ist vielleicht der wichtigste Satz, wenn man über Kunst in Kanzleien spricht. Denn Räume sind nie neutral. Sie sprechen immer mit. Die Frage ist nur, ob sie etwas sagen, das zum Unternehmen passt.


Warum Räume stärker wirken, als man denkt

Viele Unternehmen unterschätzen zunächst, wie stark Räume nonverbal kommunizieren“, sagt Donat Bailer im Interview.

Das klingt erst einmal theoretisch, ist aber im Alltag leicht zu beobachten. Menschen reagieren auf Räume sofort. Besonders in Kanzleien. Wer zu einem Anwalt kommt, kommt selten völlig entspannt. Oft geht es um Unsicherheit, Konflikte oder schwierige Entscheidungen. Die Atmosphäre eines Raumes wird dann Teil des Gesprächs, noch bevor das eigentliche Gespräch begonnen hat.
Dabei geht es nicht darum, Mandanten mit Kunst zu beeindrucken. Gute Kunst im Unternehmen muss nicht laut sein. Sie kann einen Raum ruhiger wirken lassen, offener, konzentrierter oder persönlicher.

Manchmal nimmt man nur wahr, dass ein Raum „gut tut“, ohne genau sagen zu können, warum.

Donat Bailer formuliert es im Interview so:

„Dabei geht es nicht um Dekoration, sondern um Wirkung.“

Das ist ein wichtiger Unterschied. Dekoration füllt eine leere Wand. Kunst kann einem Raum eine andere Qualität geben.
Wie stark dieser Effekt sein kann, beschreibt auch Rechtsanwältin Katja Giese von KLIEMT.Arbeitsrecht. Ihre Kanzlei arbeitet seit 2024 mit Bailer Kunst zusammen:

Vorher waren es einfach Räume – funktional, ordentlich. Danach hatte die Fläche plötzlich eine Haltung. Das klingt abstrakt, aber Mandanten nehmen das wahr, auch ohne es zu benennen.“

Gerade dieser Satz ist interessant, weil er nichts verspricht, was Kunst nicht leisten kann. Kunst ersetzt keine gute Beratung, keine fachliche Kompetenz und keine persönliche Beziehung. Aber sie verändert die Umgebung, in der all das stattfindet.


Warum Kunst im echten Raum ausgewählt werden muss

Vielleicht ist genau das der entscheidende Punkt: Ein Kunstwerk wirkt nie für sich allein. Es wirkt im Raum. Neben einem Konferenztisch anders als im Empfang. In einer hellen Kanzlei anders als in einem dunklen Flur. Auf einer großen Wand anders als in einem kleineren Büro. Deshalb funktioniert die Auswahl über Kataloge oder Webseiten oft nur begrenzt. Ein Bild kann online großartig wirken und im echten Raum plötzlich völlig falsch sein. Zu klein, zu dominant, zu kühl oder genau andersherum.

Darum arbeitet Bailer Kunst anders als viele klassische Galerien. Die Werke werden direkt vor Ort in den jeweiligen Unternehmensräumen gezeigt. Erst dort sieht man, ob etwas wirklich funktioniert.

„Ein Werk entfaltet seine Wirkung immer im Kontext“, erklärt Donat Bailer im MAV-Interview.

Das klingt simpel, wird aber erstaunlich selten so gemacht. Auch Katja Giese beschreibt, warum die Präsentation vor Ort für ihre Kanzlei so wichtig war:

„Man wählt ein Werk aus und denkt, man weiß, was man bekommt – und dann hängt es und wirkt plötzlich ganz anders. Entweder stärker als erwartet, manchmal auch zu dominant für den Raum.“

Genau deshalb ist die Vor-Ort-Präsentation kein netter Zusatz, sondern oft der eigentliche Moment der Entscheidung. Man sieht nicht mehr nur ein Bild. Man sieht, was es mit der gesamten Atmosphäre macht.

Katja Giese bringt es im Interview sehr treffend auf den Punkt:

„Wenn wir nur aus einem Katalog ausgesucht hätten, wären wir nicht so erfolgreich gewesen.“

Kunst braucht Vertrauen

Ein weiterer Punkt, der im Interview besonders stark ist, ist das Thema Vertrauen. In Kanzleien ist Vertrauen ohnehin zentral. Mandanten geben persönliche, wirtschaftliche oder berufliche Probleme in fremde Hände. Räume können dieses Vertrauen nicht herstellen, aber sie können es unterstützen oder stören.

Interessant ist, dass Katja Giese den Vergleich zwischen Mandatsarbeit und Kunstauswahl sehr direkt zieht:

„Bei Mandaten ist es existenziell, jemand gibt uns seine heikelsten Probleme. Bei der Kunst ist es subtiler, aber ähnlich strukturiert: Man gibt jemandem einen Gestaltungsauftrag für Räume, die man selbst jeden Tag erlebt und in denen man Mandanten empfängt.“

Das zeigt gut, warum Kunstberatung für Unternehmen nicht einfach eine Geschmacksfrage ist. Es geht nicht darum, ob ein Bild „schön“ ist. Es geht darum, ob es zur Kanzlei passt, zur Arbeitsweise, zur Architektur und zu den Menschen, die dort täglich arbeiten.

Auch die Auswahl selbst war bei KLIEMT offenbar weniger ein Durchklicken durch ein Portfolio als ein gemeinsamer Prozess:

„Stattdessen war es ein echter Dialog: Welche Atmosphäre soll entstehen? Was passt zur Kanzleiidentität? Das hat die Auswahl wesentlich fokussierter gemacht.“

Und dann fügt sie noch hinzu:

„Und pinker :)“

Auch das gehört dazu. Gute Kunstkonzepte dürfen präzise sein, aber sie müssen nicht freudlos sein.


Wenn Kunst Gespräche öffnet

Besonders schön ist im Interview eine Beobachtung, die man nicht planen kann. Katja Giese erzählt von einem auffälligen, strahlend pinken Bild in ihrem Büro, das auch in Videokonferenzen zu sehen ist.

„Gerade in Situationen, die angespannt beginnen – ein erster Beratungstermin zu einem schwierigen Thema – ist es manchmal ein Bild, das das Gespräch erst öffnet. Das ist kein Trick, aber es hilft.“

Dieser Satz ist stark, weil er sehr konkret zeigt, was Kunst im Alltag leisten kann. Sie ist kein psychologisches Werkzeug und keine Kommunikationsstrategie. Aber sie kann einen kleinen gemeinsamen Moment schaffen. Einen Einstieg, bevor es ernst wird. Einen Blickfang, der kurz aus der reinen Problemlage herausführt.

Für Kanzleien ist das nicht nebensächlich. Gerade in Beratungsräumen entscheidet oft die Atmosphäre darüber, ob ein Gespräch leichter oder schwerer beginnt.


Kunst muss heute nicht mehr kompliziert sein

Kunst im Unternehmen muss weder elitär noch kompliziert sein. Viele sind überrascht, wie unkompliziert das Thema heute geworden ist. Kunst kann gemietet werden, Werke können ausgetauscht werden und man muss sich nicht sofort endgültig festlegen.

Donat Bailer beschreibt das im Interview angenehm direkt:

„Kunst zu mieten macht das Thema so herrlich einfach. Man kann testen, man kann austauschen und muss keine großen Entscheidungen treffen.“

Gerade für Kanzleien oder Unternehmen, die wachsen, umziehen oder ihre Räume verändern, ist das oft sinnvoller als ein einmaliger Kauf. Räume verändern sich. Teams verändern sich. Nutzungen verändern sich. Warum sollte Kunst dann starr sein?

Katja Giese beschreibt den praktischen Vorteil aus Sicht einer wachsenden Kanzlei:

„Keine hohen Anschaffungskosten, kein Risiko, aber echte Originalkunst. Und man kann jederzeit die Bilder tauschen, wenn man sich satt gesehen hat oder eine andere Anwaltstype das Büro bezieht.“

Auch das ist ein Satz, der im Gedächtnis bleibt. Weil er ehrlich ist. Räume werden genutzt. Menschen wechseln Büros. Geschmäcker verändern sich. Ein gutes Kunstkonzept muss damit umgehen können.


Was kostet Kunst im Büro?

Ein häufiger Irrtum ist, dass Kunst im Unternehmen automatisch teuer sein muss. Im MAV-Interview erklärt Donat Bailer, dass der Einstieg oft deutlich niedriger liegt, als viele erwarten:

„Bereits ab 35 Euro monatlich lassen sich großformatige Werke in Geschäftsräume integrieren.“

Wichtig ist dabei, dass es nicht nur um das Bild an sich geht. In diesem Betrag sind laut Interview auch Beratung, Präsentation vor Ort, Montage, Transport und Versicherung enthalten.
Für Unternehmen ist das entscheidend. Denn Kunst wird dadurch nicht zu einem komplizierten Sonderprojekt, sondern zu einer planbaren Lösung für Räume, die mehr können sollen als nur funktionieren.
Ein weiterer Punkt: Ein Mietvertrag wird erst dann abgeschlossen, wenn die Auswahl wirklich überzeugt. Wenn sich später etwas verändert, etwa durch Umzug, Vergrößerung oder Verkleinerung, können Werke ausgetauscht oder neu geplant werden.

Auch der spätere Kauf ist möglich. Donat Bailer fasst es im Interview schlicht zusammen:

„Beides!“

Unternehmen können Kunst also zunächst mieten, im Alltag erleben und später entscheiden, ob ein Werk dauerhaft bleiben soll.

Zum Interview in den MAV-Mitteilungen

Zum den MAV Mitteilungen

Die Einblicke in diesem Beitrag stammen aus einem Interview mit Donat Bailer, das in den MAV-Mitteilungen erschienen ist. Der Münchener AnwaltVerein e.V. MAV ist ein Berufsverband für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in München und Umgebung. In seinen Mitteilungen veröffentlicht der Verein regelmäßig Beiträge, Interviews und Themen aus der anwaltlichen Praxis.Im Interview kommt neben Donat Bailer auch Rechtsanwältin Katja Giese von KLIEMT.Arbeitsrecht zu Wort. Ihre Kanzlei mietet seit 2024 Kunst von Bailer Kunst und berichtet sehr konkret, wie sich die Räume dadurch verändert haben.

ÜBER UNSDonat Bailer  Kunst für Unternehmen vermietet und verkauft zeitgenössische Kunst an Organisationen aller Branchen sowie an Kanzleien, Arztpraxen und Kliniken. Durch sorgfältig kuratierte Kunstwerke entstehen inspirierende Räume, die Identität und Atmosphäre von Unternehmen nachhaltig stärken. Der Fokus liegt auf der individuellen Gestaltung von Büros, Gängen, Foyers, Konferenzräumen und Treppenhäusern. Donat Bailer verfügt über ein Netzwerk aus aufstrebenden und renommierten Künstlern und berät seine Kunden persönlich vor Ort. Gegründet 1996, ist Bailer Kunst deutschlandweit tätig.

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