Vom Farbkreis bis zur Skyline

Goethe und seine Fabenlehre

Bailer Kunst hat bereits viele Unternehmen und deren Geschäftsräume in Frankfurt am Main mit Kunst ausgestattet. Unsere Kunden mieten Gemälde für ihre Empfangsbereiche, Flure und Konferenzräume. Die Büros wirken dadurch repräsentativer und hochwertiger.

Frankfurt ist allerdings nicht nur internationaler Finanzplatz, bedeutendes Industrie-, Dienstleistungs- und Messezentrum. Die Stadt am Main ist ebenso bedeutsam, was ihre bewegte Geschichte und berühmte Persönlichkeiten betrifft, die sie hervorgebracht hat. Einer davon war natürlich der über alle Grenzen bekannte Dichter und Naturforscher Johann Wolfgang von Goethe.

Goethe-Denkmal auf dem Goetheplatz in Frankfurt am Main

Goethes Faszination für Farben

Goethe ist berühmt für seine Dichtungen, Reiseberichte, Dramen und andere schriftstellerischen Werke. Doch er beschäftigte sich nicht nur mit Literatur. Er war ein Universalgenie in Geologie, Botanik, Osteologie (Lehre vom Bau und den Krankheiten der Knochen), Mineralogie und Politik.
Ab 1790 bis zu seinem Tode erarbeitete er das – nach seinen Worten – bedeutendste Werk: seine eigene Farbenlehre. Auch wenn sich Goethe teilweise irrte, ist der Ansatz, Farbe aus der Naturerkenntnis heraus zu erklären, heute durchaus noch relevant.

Seine berühmte Italienreise inspirierte ihn dazu, das Phänomen der Farben naturwissenschaftlich zu erforschen. Er war fasziniert von den Farben, die das Land mit sich brachte: das Blau des Himmels, die farbenprächtigen Werke der Maler …
Sinnlichkeit, Sinneswahrnehmung von Licht und Farbe sowie Harmonie spielten in seiner aus der Erkenntnis der Natur abgeleiteten Theorie eine zentrale Rolle.

Goethe in der Campagna” (Gemälde von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, 1786/87)



Goethe: „Die Farbe ist fürs Auge, aber sie ist nicht bloß fürs Auge.“

Im Gegensatz zu Newton ging Goethe nicht davon aus, dass die Entstehung des Spektrums das Resultat einer Teilung von weißem Licht ist. Vielmehr fußt seine Farbenlehre auf den visuellen Gegenpolen von hell und dunkel.
Helligkeit und Dunkelheit waren seines Erachtens also entscheidend dafür, welche Farbe schließlich im Auge entsteht. 

Goethe nahm an, dass Farbe erst im inneren Auge des Menschen entstünde und die Psyche erheblich beeinflussen würde. Hier wird es interessant, denn auch wir von Bailer Kunst arbeiten gezielt mit der Wirkung von Farben, wenn wir die Geschäftsräume unserer Kunden mit ausgewählten Malereien bestücken.

Eines der zentralen Elemente der Farbenlehre Goethes ist sein Farbkreis aus den Grundfarben Gelb, Blau und Rot und deren Mischfarben Grün, Orange und Violett.

Die psychologische Wirkung von Farben

Nach Goethes Logik gibt es nur zwei reine Farben: Gelb und Blau. Warum?
Weil Gelb an der Grenze zur Helligkeit und Blau an der Grenze zur Dunkelheit liege. Außerdem sind beide Farben nicht aus anderen Farben mischbar. Wir alle lernen das schon früh: Grün entsteht, wenn die Farben Gelb und Blau gemischt werden. 

Das Interessante für uns ist, dass Goethe den Farben eine jeweils eigene Charaktereigenschaft zuwies.
Er teilte seinen Farbkreis in zwei Kategorien ein: die Plus- und die Minusseite.
Die psychologische Wirkung der Plusseite sei regsam, lebhaft und strebend, die der Minusseite löse Unruhe und Unbehagen, aber auch weiche und sehnende Empfindungen aus. 

Goethe und sein Schreiber Johann August Friedrich John (Gemälde von Johann Joseph Schmeller, 1834)

Fazit: Mehr Farben braucht der Mensch

Da es Goethe um die “sinnliche und sittliche Wirkung” der einzelnen Farben ging, berührte er damit auch Aspekte der Farbpsychologie. Blau verband er beispielsweise mit Verstand, Gelb mit Vernunft, Grün mit Sinnlichkeit und Rot mit Fantasie. 

Im Arbeitsalltag unserer Kunden setzen wir mit Malereien unserer Künstler gezielt Farbakzente. Die Wirkung: Eine gesteigerte Produktivität und Kreativität, höhere Konzentration und ein größeres Wohlbefinden. Denn wie man weiß, hat Goethe selbst sein eigenes Haus so eingerichtet, dass die Farben ihn entsprechend beeinflussten.