Rasso Hecker | Achtsamkeit, Zurückhaltung, Demut

Das will der Maler Rasso Hecker sichtbar machen.

In seiner Arbeit sucht er das Tiefe der Erscheinung, das vordergründig Visuelle in Wahrheit aber tief Empfundene sichtbar zu machen.

Man stelle sich vor: Er liegt im Freien. Schaut in den Himmel. Und spürt achtsam die Gewaltigkeit der Szenerie. Der kleine Mensch. Das Unfassbare der Unendlichkeit. Wie soll man diese starke Empfindung in die Endlichkeit einer Leinwand konzentrieren?

Darum geht es dem Künstler Rasso Hecker. Innerhalb der Grenzen der Farbigkeit, bestimmter Farbkombinationen das reine Gefühl bewusst machen. Demut im positiven Sinne.

„Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“, ist eine berühmte Sentenz Paul Klees.

Bei Hecker stellt sich die Sichtbarmachung als Prozess der Malerei dar. Nach einer intensiven ersten Schaffensphase muss das Gemälde „ruhen“. Oft Wochen oder gar Monate. Wird erst später darauf geprüft, ob es dem Anspruch an Intensität genügt.

Es ist fast klar, dass seine Gemälde keine Titel haben. Nicht mal den Titel „ohne Titel“. Denn sie haben die gegenständliche Welt als Ganzes zum Thema, und nur indirekt beziehen sie sich auf Gegenstände / Landschaften.