Elvira Lantenhammer | Landkarten und Stadtplänen als großformatige Gemälde

Das Grundthema der Malerei von Elvira Lantenhammer sind „Lagepläne“, wobei sie Ausschnitte von Landkarten und Stadtplänen als großformatige Gemälde anlegt. Sie wird dabei inspiriert von historischen und aktuellen Lageplänen, von konkreten Städten oder fiktiven Orten.

Über das intensive Vorstudium von Kartenwerken erhält sie so die Grundstruktur ihrer Werke. Mit sich überlagernden Farbschichten erschafft sie dann Orte mit eigener Ausstrahlung und Atmosphäre.

Lagepläne

Aus der Farbfeldmalerei heraus entwickelt sind die Landschaftsmotive Lantenhammers nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Eine Farbkomposition, die den gefundenen Grundfarbklang für einen Ort umkreist, ist das Endprodukt des komplexen Vorgangs der Aneignung eines Ortes. Die Farbe kommt an erster Stelle in der Malerei mit Pigment und Eitempera oder Acryl auf Himalaya Büttenpapier oder Leinwand; die Formen sind einfach, klar. Lantenhammer bringt malerisch zum Ausdruck, dass wir auf die räumliche Ordnung von München völlig anders reagieren als auf die von der Cote d`Azur. Lantenhammers „Siteplans“, das Konzept und die Serie begann 1998, mittlerweile zu vielen Städten und Orten in der Welt, geben „einer rationalen Welt etwas zurück, was letztlich nicht messbar, nur sinnlich und energetisch wahrnehmbar ist: es ist die Aura oder die Atmosphäre eines Ortes“ (Beate Reese)