01.05.2011

Kunst fördert Wirtschaft

INTERVIEW MIT PROF. DR. JULIAN NIDA-RÜMELIN

Von 2001 bis 2002 war er als Kulturstaatsminister Mitglied der Bundesregierung. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Lehr- und Forschungstätigkeit liegt im Grenzbereich von Ökonomie und Philosophie.
Er sprach im Rahmen des Symposiums „Kunst fördert Wirtschaft“ zum Thema „Moderne Kunst als Paradigma wirtschaftlicher Innovation“:

 

Im Mai-Interview stellen wir Ihnen Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin vor. Er studierte Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft. Nach Promotion und Habilitation lehrte er Philosophie in München, Minneapolis (USA), Tübingen, Göttingen, Brügge (Belgien), Berlin, St. Gallen (Schweiz) und seit April 2004 wieder in München. Von 2001 bis 2002 war er als Kulturstaatsminister Mitglied der Bundesregierung. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Lehr- und Forschungstätigkeit liegt im Grenzbereich von Ökonomie und Philosophie.

Am 22. November 2010 sprach er im Rahmen des Symposiums „Kunst fördert Wirtschaft“ zum Thema „Moderne Kunst als Paradigma wirtschaftlicher Innovation“:

"Dass die Wirtschaft die Kunst fördert, kommt auch in Deutschland unterdessen häufiger vor, wenn der Umfang zu anderen westlichen Industrieländern auch vergleichsweise gering ist. Das aber die Kunst die Wirtschaft fördert, scheint erstmals abwegig zu sein. Tatsächlich ist die moderne Kunst geradezu Paradigma der Innovation. Vermutlich gibt es keinen anderen Bereich menschlichen Wirkens, der in diesem Maße von einem permanenten Prozess der Innovationen geprägt ist. Dies gibt Anlass darüber nachzudenken, welche Rolle Innovation kulturell eigentlich spielt, welche philosophischen Fragen das aufwirft und ob andere Bereiche menschlicher Praxis, zumal der wirtschaftliche, von der Kunst-Praxis lernen kann."

In seinem Vortrag ging es daher um zweierlei: Zum einen ein Verständnis für Kreativität und Innovation und Fortschritt aus philosophischer Perspektive zu gewinnen und zum zweiten die Kunst-Praxis als Paradigma von Kreativität und Innovation heranzuziehen.

 

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